Rote Flecken, Juckreiz, Bläschen, nässende Stellen: Möglicherweise haben Sie das schon an der eigenen Haut zu spüren bekommen. Oft ist ein Ekzem Schuld an den Beschwerden.
Die Häufigkeit von Ekzemen nimmt seit Jahren stetig zu – und sehr viele Menschen leiden zumindest einmal in ihrem Leben unter einer solchen Erkrankung. Doch was steckt eigentlich dahinter?„Ekzem“ ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von entzündlichen Hauterkrankungen. Es gibt viele verschiedene Ekzemformen, darunter z.B. die weit verbreitete Neurodermitis.
Ekzeme sind nicht nur häufig, sondern auch belastend. Quälender Juckreiz und Entzündungen erzeugen einen hohen Leidensdruck und führen bei einigen Betroffenen im Extremfall sogar dazu, dass sie ihre sozialen Kontakte einschränken. Dabei ist eines wichtig zu wissen: Ekzeme sind nicht ansteckend für andere Menschen!
Beim akuten Ekzem spielen die Abwehrzellen des Körpers eine wichtige Rolle. Diese Abwehrzellen bekämpfen normalerweise schädigende oder krank machende Eindringlinge (Bakterien, Viren, Pilze). Dabei werden Entzündungsstoffe freigesetzt.
Bei Menschen, die an einem Ekzem leiden, ist die Funktion der Abwehrzellen gestört.
Dann schütten die Abwehrzellen diese Stoffe überschießend und unkontrolliert aus – etwa beim alltäglichen Kontakt der Haut mit bestimmten Nahrungsmitteln, Pollen, chemischen Substanzen u.ä..

Bei einem chronischen Ekzem heilen die Entzündungen selbst nach längerer Zeit nicht vollständig ab oder kehren immer wieder. Dabei beginnt die Haut sich mit der Zeit zu verdicken, es kommt zu Schuppenbildung und Hauteinrissen – sowie zur so genannten „Lichenifikation“, einer Vergröberung der Hautstruktur. Auch bei chronischen Verläufen können zusätzlich immer wieder akute Schübe auftreten, in denen sich die Beschwerden vorübergehend weiter verschlimmern.
Doch welche verschiedenen Ekzeme gibt es? Und was löst im Einzelnen ein Ekzem aus? Lesen Sie dazu mehr im nächsten Kapitel Ekzemformen.
